Kirchenbau

Serbisch- Orthodoxe- Kirche

nimmt Gestalt an

 

Einweihung am 24. November

Villingen-Schwenningen (diw). Seit einem Dreivierteljahr wächst in Villingen der Neubau der

serbisch-orthodoxen Kirche in den Himmel. Was die freiwilligen Handwerker unweit der Brigach

in die Höhe mauerten, zieht immer wieder die Blicke Neugieriger auf sich. Doch die Gemeinde

werkelt unbeeindruckt einem Datum entgegen: Am 24. November soll das Kirchlein geweiht

werden. Es sei alles »wunderbar gelaufen«, fasst Pfarrer Branislav Cortanovacki die

vergangenen Monate zusammen. Im reinen Weiß erhebt sich die Kirche vom Wiesengrund, rot

setzen sich die Biberschwanzziegel des Daches vom Grau des Himmels ab. Rötlich schimmert

auch die Umrandung der Fenster. Deren Höhlen schmücken feinlinige Ikonenmalereien auf

Glas. Das prächtige Bauwerk zieht die Blicke der Spaziergänger auf sich. Immer wieder werden

die Helfer auf der Baustelle angesprochen, werden zur Funktion des Hauses befragt.

Und müssen erstaunten Fragern immer wieder erklären, dass es sich bei dem Gotteshaus um keine
Moschee, sondern um eine christlich-orthodoxe Kirche handelt. So schmuck sich die Hülle des
Kirchleins darstellt, so unfertig empfängt das Innere die Besucher. Gerüste winden sich bis in die
18 Meter hohe Kuppel hinauf. Bohrmaschinen sirren, Sägen kreischen, unermüdlich sind die
Freiwilligen auch an diesem Samstag im Einsatz. Das Ver putzen des gesamten Raumes will
vorbereitet sein. Fünf bis zehn, an manchen Wochenende auch 20 Männer machenfür ihre Kirche
jeden Samstag den Rücken krumm, erzählt Pfarrer Cortanovacki nicht ohne Stolz. Nur so war der
enge Zeitplan überhaupt zu halten, nur so konnten der beschränkte Finanzrahmen eingehalten
werden.Obschon die prächtigen Fresken für den Innenraum - immerhin 400 Quadratmeter - aus
Kostengründen zunächst nicht aufgepinselt werden, an anderer Stelle
sparen die Gemeindemitglieder nicht. In Kürze rücken Spezialisten an, den
nackten Estrich mittels eines Granitgewandes zu verwandeln. Ebenso wie
die Fenster werden auch die 2,50 Meter hohen Eichentüren für
die »Ikonostase«, den Altarraum im hinteren Bereich der Kirche, aus
Serbieimportiert - dies wie¬derum aus Kostengründen: Schließlich
schlagen die Arbeitsstunden für diese aufwändigen Schönheiten dort um
einiges weniger zu Buche. Doch die Zeit drängt: Bis Sonntag,
24. November, müssen alle Arbeiten abgeschlossen Sein. Nicht nur, dass
die Vorgabe von einem Jahr Bauzeit dann eingehalten wird. Vielmehr hat
nur wenige Tage zuvor der Heilige Michael Namenstag. Und diesem
Erzengel ist das Gotteshaus geweiht, wovon ein großformatiges 

Ikonenfenster direkt über dem Haupteingang eindrucksvoll Zeugnis

gibt. Ausruhen können sich die Helfer nach der Weihe nur kurz. Bereits

im nächsten Frühjahr werden bei der serbisch-orthodoxen Gemeinde

erneut die Spaten ausgepackt: Gleich neben dem kleinen Kirchlein

entsteht dann ein Gemeindesaal, samt Büro und Wohnung für den

Pfarrer.

 

Montag, 12.August 2002

Serbisch-orthodoxe Gemeinde weiht

neues Gotteshaus ein

 

Villingen-Schwenningen (diw). Tausende

Arbeitsstunden, Dutzende helfende

Hände und zwölf Monate Bauzeit

verwandelten eine unscheinbare Wiese

am Unteren Dammweg in Villingen in 

einen Platz für ein prächtiges Gotteshaus:

Im Beisein hoher Würdenträger weihte

die serbisch-orthodoxe Gemeinde am

Sonntag ihre Kirche. Hunderte Gläubige

verfolgten die feierliche Zeremonie.

Durchatmen konnten die zumeist

männlichen Mitglieder der weit verzweigten

orthodoxen Gemeinde am Sonntag.

Innerhalb eines Jahres haben sie für den sprichwörtlichen Gotteslohn das für hiesige Breiten

ungewohnte Kirchlein förmlich aus dem Boden gestampft.Doch alle Anstrengungen und

Auseinandersetzungen waren vergessen: Stolz reckt sich das blendend weiß verputzte Bauwerk

mit der charakteristischen Kuppel in den Himmel.

Im Innern verbreitet sich - trotz noch fehlender Fresken - eine prachtvolle Stimmung: Zahlreiche
Ikonen, schimmernde Fenster, beides von Meisterhand gemalt, ein riesiger Leuchter in der hohen
Kuppel - die Ausstattung zeugt von den tiefen Wurzeln des Glaubens. Und diese Wurzeln waren
bei der Weihe spürbar. In einer mehr als drei Stunden währenden stimmungsvollen Zeremonie
wurde der Bau seiner Bestimmung als Kirche übergeben. Drei Mal umrundeten hunderte Gläubige
am Ende außen das Gebäude, bevor ein Wagenrad großes Brot mit Wein übergössen, gebrochen
und als besonders Zeichen der Verbundenheit verteilt wurde. Neben Vertretern der
doppelstädtischen christlichen Gemeinde - was von Vertretern der serbisch-orthodoxen Kirche als
besonderes Zeichen der Ökumene gesehen wurde - wohnten orthodoxe Pfarrer aus Stuttgart und
Serbien dem Gottesdienst ebenso bei wie der für Mitteleuropa zuständige Bischof Konstantin aus
Hildesheim.Der Bischof hob die ungewöhnliche Verbindung des Kirchleins mit Serbien

hervor: So steht das Gotteshaus in Nachbarschaft zur Brigach und unweit der Entstehung der

Donau, die wiederum auf ihrem langen Weg ins Schwarze Meer auch die ferne Heimat berührt.

Wie die Quelle die Donau speise, so Bischof Konstantin weiter, solle das Gotteshaus künftig den

Orthodoxen als Quelle des Glaubens dienen. Besonderes Lob erfuhr aber auch die große

Kraftanstrengung der in VS ansässigen Orthodoxen, die Kirche überhaupt zu bauen: Der frühere

Pfarrer der Gemeinde, Slobodan Mitjevic, sprach anerkennend von einem »ungewöhnlichen«

Projekt. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich die orthodoxen Gemeinden im Ausland

- zumal solch kleine wie die doppelstädtische - ein eigenes Gotteshaus leisten: »Es spricht für

die Gemeinschaft«, ist sich Mitjevic sicher. Und so hatte sich dieses »ungewöhnliche« Ereignis

auch die Donau hinunter bis Belgrad herumgesprochen: Zur Weihe wurde in Zeitungen und

Fernsehen über das Kirchlein in Villingen berichtet.

19. November 2002.

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